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hip hop

Trailer: The Art of Rap

Sieht nach einer richtig guten Doku aus. 

In theaters: June 15th, 2012

Director: Ice-T.

Cast: Afrika Bambaataa, Big Daddy Kane, B-Real, Bun B, Chino XL, Common, DJ Premier, DMC, Doug E. Fresh, Dr. Dre, Eminem, Grandmaster Caz, Ice Cube, Ice-T, Immortal Technique, Joe Budden, Kanye West, Kool Keith, KRS-One, Lord Finesse, Lord Jamar, Marley Marl, MC Lyte, Melle Mel, Nas, Puerto Rico, Q-Tip, Raekwon, Rakim, Ras

Hip-Hop for the Revolution!

Es gibt ja so Leute, die sind nicht zu frieden in der Zeit in der sie Leben. Manche Menschen finden die Technologisierung heutzutage furchtbar und sehnen sich zurück in die Zeit vor Handy, Internet und Plasma-TV. Andere finden unsere zeitgenössische Musik schrecklich und vor allem nicht (mehr) authentisch. In vielen Diskussionen und Gesprächen höre ich dann die Floskel: "Früher war *hierbitteirgendetwaseinsetzen* besser!" Teilweise kann ich das beurteilen, weil ich zu dieser Zeit, bei einer bestimmten Sache, dabei gewesen bin. Teilweise ist das nicht möglich. Ich finde diese Floskel - oder sagen wir insgesamt diese Argumentationsweise - schlecht und halte sie für unangebracht und "billig". Wenn ich bei einer Sache nicht dabei gewesen bin, dann bin ich demjenigen, der dabei war,  auf eine  Art "ausgeliefert". Folglich bleibt mir nichts anderes übrig als ihm zu glauben. Klar - ich kann recherchieren, Infos sammeln, Leute fragen und versuchen mir ein eigenes Bild zu machen, aber ich finde das ist ein großer Unterschied zwischen "dabei gewesen sein".

Wo will ich damit hin?

Um das mal zu spezifizieren: Ich finde nicht, dass in Sachen Musik und speziell in Sachen Hip-Hop "früher alles besser war". Es gab früher, d.h. Mitte der 90er, viele sehr gute Sachen. Genauso gab es aber auch viele schlechte Sachen. Wenn ich mir teilweise Musik von früher anhöre, die ich damals gefeiert hab', sind viele Sachen dabei, die auch damals nicht gut waren. Ich hab' sie einfach gefeiert, weil es nicht so viel Mucke gab und man eh (fast) alles gefeiert hat, was rauskam. Die ganzen "Realkeeper" sehnen sich meiner Meinung nach einfach nach einer Zeit zurück, die nicht wiederkommen wird, was mit der Mucke an sich wenig zu tun hat. Zu sagen "früher war das besser" ist einfach eine ganz billige Tour, um griesgrämig den (jungen) Fans von heute ihre Mucke schlechter zu machen und sich selbst damit als etwas Besseres darzustellen. Ein Argument, was die Jugend schlecht widerlegen kann, da sie ebend nicht dabei gewesen ist.

Um nun auf meinen eigentlichen Punkt zu kommen: Ähnlich geht's mir mit der Aussage bzw. dem Inhalt von (Hip-Hop) Texten. Waren die wirklich damals "deeper" und man wollte noch was verändern? Wenn ich mir einige Interviews von früher anhöre und die entsprechenden Songs von damals höre, kommt es mir oft so vor, als ob viele Oldschooler auch einfach nur rappen wollten. Ich denke oft wurde die Aussage der Texte überinterpretiert. Ist heute alles nur Kommerz und Gangster- oder Technorap ohne Impact und Aussage, der unsere Jugend verblödet? Ich denke definitiv nein. Ich glaube Hip-Hop ist heute genauso mächtig, evtl. sogar mächtiger als früher, weil es eine "ausgewachsene" Musikrichtung ist, die die heutige Jungend genauso erreichen kann wie Leute in den 30ern und 40ern und auch im Mainstream wahrgenommen wird.

Evtl. sollte sich die Realkeeper von heute über den deutschen Tellerrand hinausschauen. Ich bin, wie gesagt, froh darüber, dass ich in der heutigen Zeit lebe. Ich finde sie super aufregend und interessant. Ich meine, seht einfach ein paar tausend Kilometer nach Süden; dort findet gerade eine Revolution statt. Eine f*cking Revolution! Was hat das mit Musik und speziell mit Hip-Hop zu tun? In Nordafrika ist Hip-Hop der Soundtrack zu dieser Revolution. Mit seiner ganzen Kraft und Ausdrucksfähigkeit bewegt er dort die Jugend, die dann wiederum einen Großteil der Bevölkerung mit sich reißt. In einem sehr interessanten Beitrag von theworld.org heißt es z.B.:

The poetic tradition in North Africa has also woven its way into more modern forms of expression. Rappers and hip-hop artists from Algiers to Cairo have been casting critical eyes on governments and dictators for years now. In the wake of unrest across the region, their rhymes have become a kind of soundtrack for revolution.

Wenn ich mir diesen Artikel durchlese und die Videos von nordafrikanischen Acts ansehe (von denen ich KEIN Wort verstehe, aber sie trotzdem vor Kraft nur so strotzen), dann denke ich, dass Hip-Hop für alle Ewigkeit ein mächtiges Sprachrohr bleiben wird - unabhängig von der Zeit in der man lebt. Und dafür liebe ich Hip-Hop!

Nerd Hop

Leider weiss ich nicht mehr wo ich's gefunden hab, aber das ist definitiv richtig nerdig!

Old School: Exclusivinterview

Jeden Tag ein deutsches Old School Hip Hop Video - Tag 7: Mensch, schon wieder ein Knaller aus '99. Übrigens einer meiner All-time-favourites :) Max & Afrob - Exclusivinterview (via direktinterview) Tag 1, Tag 2, Tag 3, Tag 4, Tag 5, Tag 6