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Review: “Lovelace” (Berlinale)

Ich hatte die Gelegenheit mir "Lovelace" auf der Berlinale im Friedrichstadtpalast anzusehen. 

Die Story um den legendären Film "Deep Throat" war mir nicht ganz unbekannt, weil ich vor ein paar Jahren die Doku "Inside Deep Throat" auf Netflix gesehen habe.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Linda Lovelace aka Linda Susan Boreman, die Anfang der 70er Jahre durch großes Mitwirken ihres damaligen Ehemanns Chuck Traynor sozusagen in die Fänge der Pornoindustrie geraten ist. Als Resultat ihres - nach eigenen Aussagen - 12 tägigen Wirkens im Pornobusiness entstand einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten, welcher bis heute ca. 600 Millionen Dollar eingespielt hat. Von diesen sah Linda aber nur ganze 1250 Dollar.

Der Film "Lovelace" zeigt, wie Linda von ihrem alles kontrollierenden, egomanischen und gewalttätigen Ehemann ins Business gezwungen und missbraucht wird. Anfangs, um "nur" ein paar Schulden zu begleichen. Später, um großes Geld zu machen. Am Ende der authentisch erzählten Geschichte, verlässt Linda ihren Ehemann und beginnt ein neues Leben, in dem sie u.a. ihr erfolgreiches Buch "Ordeal"  über diese harte Zeit veröffentlicht. 

Kurz gesagt, hat mich der Film nicht unbedingt vom Hocker gehauen. Die Geschichte von Linda Lovelace ist tragisch und auch stellenweise ergreifend, aber leider auch nicht mehr. Ich denke, es braucht heutzutage keinen Kinofilm mehr damit einem bewusst wird, dass das Pornogeschäft ein sehr schmutziges Geschäft ist und war und immer bleiben wird, bei dem die Menschenwürde nicht gerade im Vordergrund steht.

Der Film besteht aus vielen Rückblenden und Zeitsprüngen (aka "6 year later") und wird nicht chronologisch erzählt. Erst sieht man den "Aufstieg" Lovelace's mit allen "schönen" Seiten dargestellt (sie geht auf Parties, trifft viele damalige Stars und ist selber ein Star - das "Poster-Girl der sexuellen Revolution"). Dann wird quasi die gleiche Zeit noch einmal mit ihren Schattenseiten dargestellt. Dieser "Kunstgriff" sollte wohl ein "Aha"-Erlebnis bei den Zuschauern hervorrufen. Das gelingt auch teilweise. Nur leider ist das alles ziemlich vorhersehbar.

Insgesamt ein durchschnittlicher Film, der durchaus einige Höhepunkte (SCNR!) besitzt (z.b. Sharon Stone als Lovelace's Mutter oder Peter Sarsgaard als Chuck Traynor) - leider aber dem Thema nichts hinzuzufügen weiß und daher auch ein wenig überflüssig ist. 

The Flying Eyes

Kleiner Tipp am Rande: Checkt mal die Band The Flying Eyes aus. Die Jungs aus Baltimore machen feinsten psychedelic Rock, haben bereits 2 Alben veröffentlicht und sind zur Zeit auf Europatour. Gestern haben sie halt gemacht in Berlin - eine Chance, die ich nutze sie mal live zu erleben. Fazit: The Flying Eyes haben mich einfach musikalisch umgehauen. In letzter Zeit habe ich selten so eine gute Live-Band erlebt. Style und Skills sind massig vorhanden und ich bin mir sicher, dass die Jungs kurz vor ihrem ganz großen Durchbruch stehen. Wenn ihr die Gelegenheit habt noch zu einem Termin ihrer Europatour zu gehen, wisst ihr was zu tun ist.

Rezension: Wellensittich entflogen – Farbe egal

Netterweise habe ich schon vor einiger Zeit ein Rezensionsexemplar von dem Buch "Wellensittich entflogen - Farbe egal: Kuriose Zettelwirtschaft" geschickt bekommen. "Wellensittich entflogen" von Autor Joab Nist ist quasi "das Buch zum Blog" NotesOfBerlin, das sich ja großer Beliebtheit erfreut. Auch ich bin oft auf dem Gemeinschaftsblog unterwegs, da er immer wieder Witziges, aber auch Hintergründiges und Kurioses von den Straßen Berlins zu berichten hat.

Das Buch

Nach einem kurzen Vorwort des Autors werden gleich einige Notes präsentiert, die zum schmunzeln einladen. Das Format ist dabei insgesamt so angelegt, dass immer eine Note auf einer Seite präsentiert wird - es sei denn, es handelt sich um spezielle Themenseiten (z.B. Straßen-TV, Fahrraddiebe oder auch Exkremente...Gnahihi!). Einige Notes werden auch mit einem speziellen "Die Geschichte dahinter" geehrt. Außerdem gibt es noch die Kategorie "Kommentare auf notesofberlin.com", die wirklich sehr amüsant ist (wie Kommentare auf Blogs halt meistens). Das war's im Prinzip auch schon. Simpler Aufbau, der aber geschickt durchmischt wird, so dass für eine gewisse Abwechslung gesorgt wird.

Wie fand ich das Buch?

Von "richtiger" Lektüre im eigentlichen Sinn kann man bei "Wellensittich entflogen" natürlich eher nicht sprechen. "Wellensittich entflogen" kann als Bilderbuch für Erwachsene bzw. Jugendliche bezeichnet werden. Das Prinzip des Buches ist folgendermaßen angelegt: Etwas lustiges / manchmal nachdenkliches / kurioses sehen ("lesen") - kurz darüber nachdenken oder schmunzeln - umblättern (Repeat 1). Das stört mich jetzt nicht besonders, da ich, wie gesagt, natürlich auch keinen Roman erwartet habe. Schnell habe ich meine Lieblingsnotes ausgemacht und zeige sie Freunden, um mich gemeinsam über die Dummheit der Menschen die Notes zu amüsieren. Im Endeffekt holt das Buch dabei perfekt das Prinzip des Blogs in die analoge Welt. Nur das man statt einem Like oder Retweet nun zum Mitbewohner gehen muss, um etwas zu teilen. Ein paar Kritikpunkte habe ich jedoch:

1.) Die Qualität der Bilder ist lange nicht bei allen Notes gut. Teilweise sehen die Bilder  aus wie mit meinem alten Tintenstrahldrucker gedruckt. Das mag am Ausgangsmaterial oder woran auch immer liegen, aber da hätte ich mehr erwartet (vor allem weil die Bilder ja keine Postergröße haben). War da wirklich nicht mehr drin?

2.) Ich hätte dann doch gerne noch mehr Text bzw. Erklärungen zu den Notes gehabt. Ich verstehe schon, dass einige Notes  von dem "Was hat der sich denn dabei gedacht?"-Effekt leben, aber halt längst nicht alle. Letztendlich fand ich aber gerade die "Geschichte dahinter"-Parts gut. Im zweiten Teil des Buchs, sollte es denn einen geben, bitte mehr davon!

3.) Ich finde zu einem guten Teil lebt NotesOfBerlin auch von den Beitragsüberschriften. Im Buch finden sich aber komischerweise nur manchmal Bildunterschriften. ich weiß nicht, was der ausschlaggebende Grund dafür war die Bildunterschriften nur bei wenigen Notes mit abzudrucken, aber ich find's nicht so gut. 

Schlussendlich empfinde ich "Wellensittich entflogen" als kurzweiliges Bilderbuch für Erwachsene, das zwar den Spirit von NotesofBerlin einfängt, jedoch noch mehr hätte bieten können. Für Fans des Blogs aber durchaus eine Investition  

Wellensittich entflogen – Farbe egal – Kuriose Zettelwirtschaft

Herausgeber: Joab Nist

Erschienen: im Juni 2012, 208 S. im Ullstein Buchverlag 9,99 €

ISBN-10: 3548374336

ISBN-13: 9783548374338

Review: Sucker Punch

Als ich die Review zu Sucker Punch bei den Filmfreunden überflog, regte ich mich ja innerlich ein wenig auf. Ein und ein halber Stern? So schlecht konnte der neue Zack Snyder Film gar nicht sein. Schon gar nicht, wenn wir uns schon Vorgestern Karten für die englisch sprachige Preview gesichert hatten. Da mir ein Trailer schon viel zu oft den gesamten Film versaut verraten hat (inkl. Twists und Ende), verzichtete ich im Vorfeld bewußt auf jegliche Trailer zu Sucker Punch. Die angesprochene Review bei den Filmfreunden überflog ich, wie gesagt, nur und den Verriss bei SpOn ignorierte ich geflissen. Zudem glaubte ich endlich wieder auf den grünen Zweig mit Filmen gekommen zu sein bzw. mit der Auswahl dieser für's Kino: Almanya fand ich witzig und berührend, I Saw The Devil ist definitiv der härteste und auch beste Thriller seit Se7en und Rango hatte nicht nur verdammt gute Animationen zu bieten, sondern auch noch eine wirklich gute Story. Was konnte also passieren? Ich war auf fast alles vorbereitet, nur halt nicht auf den schlechtesten Film seit Besser als Schule...

Zack Snyder's Filme fand ich seit seinem Remake von Dawn of the Dead eigentlich immer ganz gut. Klar, "300" bestach nur durch seine Optik & Action - die Story konnte man vergessen. Die Comicadaption Watchmen ist wahrscheinlich sein bester Film bisher. Ein wenig irritierte mich bei Snyder, dass alle diese Filme entweder auf einer sehr guten (Comic-)Vorlage beruhten oder Remakes waren. Kann er's alleine nicht?

Nach unendlich langen 110 Minuten Sucker Punch im Kino habe ich ein paar Dinge gelernt.

Zack Snyder erhebt Form dermaßen über Inhalt, dass durch das ganze "KABOOM", Explosion hier, Kampf mit CGI-Figuren dort, Chicks, "KAZONG" schlicht kein Platz mehr für ordentlich ausformulierte Charaktere mit nachvollziehbaren Eigenschaften, Motiven und einem wirklichen Innenleben ist. Die Hauptfiguren sind keine feministischen Heldinnen, die sich ihren Weg aus dem Patriarchat bahnen. Das war von Snyder vielleicht so beabsichtigt, bei der fertigen Umsetzung bleiben jedoch nur Popkorn-Abziehbilder-Frauen, die da irgendwie rumhampeln und mit denen sich der Zuschauer in keinster Weise identifizieren kann. Gleiches gilt für die "Story". Das Wort "Story" im Zusammenhang mit diesem Film zu verwenden, ist ein Hohn für alle Filme, die eine wirkliche Story vorzuweisen haben. Was hier als "Story" verkauft wird, ist nur die Bühne (im wahrsten Sinne) für perfide CGI-Action. Dazu kommt, dass Snyder seinem Publikum absolut NICHTS an Intelligenz zutraut und die "Story" dem Zuschauer auch noch Schritt für Schritt aufschreibt (Kein Shice! Er läßt sie aufschreiben. Auf eine Tafel.). Gegen "Sucker Punch" wirkt "Transformers" wie ein ausgeklügeltes Melodram mit hinreißenden Dialogen und unaufdringlichen Effekten.

Weiterhin gibt's in diesem Film nicht eine Originale Idee von Snyder. Andere Regisseure verweisen auf gewisse stilprägende Filme, Einstellungen, Szenen. Sie benutzen Popmotive um sich darüber lustig zu machen oder einen Kommentar darüber abzugeben. Sie lehnen ihren Stil an einen schon dagewesenen Stil an und entwickeln ihn weiter oder geben ihm ihre eigenne Note. Was Snyder im Gegensatz dazu macht ist ein stumpfes kopieren. Ganze Teile von anderen Filmen werden dreist 1:1 kopiert! Die CGI-Szenen, in denen die Action stattfindet, wird unterbrochen von völlig überzogenen Dialogszenen, welche zum Schreien schlecht und pseudo-deep sind. In den Dialogszenen werden uns dann ein paar Lebensweisheiten erklärt, die genauso auch auf einem chinesischen Glückskeks stehen könnten. Insgesamt ist die Struktur von diesem Machwerk katastrophal: Kurzer Epilog, Dialogszene, Kampfszene, Dialog, Kampf, Dialog, Kampf, Dialog...kein Endkampf! Das Ganze wirkt so abgehackt, dass überhaupt kein Flow und erst recht kein Sinn entsteht. Snyder hat keinen Respekt vor seinen eigenen Figuren. Mit Nebenfiguren, die nicht unbedingt mehr für die Handlung gebraucht werden, macht er kurzen Prozess.

Was ich nun also insgesamt gelernt habe, ist, dass Snyder noch verdammt viel lernen muss, wenn er in Zukunft halbwegs gute eigene (!) Filme drehen will - er kann's halt wirklich alleine nicht. Zweitens, macht es doch von Zeit zu Zeit Sinn sich einen Trailer anzusehen. Drittens, hot Chicks ohne Sinn und Verstand macht auch kein Spass ;-)

Trailer zu dem Blödsinn:

A Longboarding Year in Review

Schönes Ding!

Original Team Rider Colton Killoran takes a look back at his first full year as a longboarder. Colton has been lucky enough to longboard in some of the most remote locations in the world and resides in BC. Shot mostly on the Apex 37 (new version comes out this week!). Should be exciting to see what he can do on some more DH based equipment.

Falls nicht noch was ganz bahnbrechendes kommt, hat in meinen Augen Originalskateboards den Award für die besten Longboardvideos dieses Jahr gewonnen. Es war, wie auch schon letztes Jahr ein heißes Duell zwischen Originalskateboards und Loaded. Eine Top 10 meiner Lieblingslongboardvideos kommt dann am Ende des Jahres.

Berlin Calling und so

Letztens hab' ich endlich mal Berlin Calling gesehen. Ich habe mich schon seit ewig auf den Film gefreut, was dann auch zwangsläufig bedeuten muss, dass man enttäuscht wird. Ich will jetzt nicht sagen, dass der Film schlecht ist, aber so ganz zufrieden bin ich nicht. Also, erstmal ist toll, dass es einen deutschen Film gibt, der keine dumm-blöde Komödie ist oder sich mit erhobenen Zeigefinger mit der Vergangenheit Deutschlands auseinandersetzt. Was sehr positiv auffiel, ist die Leistung von Kalkbrenner. Er bringt den Hauptcharakter Ickarus sehr realistisch rüber und alle anderen (auch und gerade die Harfouch!) verblassen neben Kalkbrenner. Der Schlüssel zu dieser Leistung laut Kalkbrenner war, dass er überhaupt nichts über Schauspielerei wußte. So, so. Außerdem mag die Stimmung des Films "gefallen" (Elektrodrogenszene, Clubleben, Ärger mit dem Label, Verzweiflung, Entzug). Warum also nicht ganz zufrieden? Das liegt vor allem am Spannungsbogen bzw. am Drehbuch. Der Film dümpelt über weite Strecken vor sich hin und scheint kein wirkliches Ziel zu haben. Deshalb war ich zwischendurch auch ein wenig gelangweilt. 20 Minuten kürzer und der Film wär perfekt. Hier noch was über den Film von bunch.tv:

Tua – Grau – kaufen

Hab' mir letzte Woche Tua's Album "Grau" gekauft. Ich bin ein wenig skeptisch gewesen, weil mir rein HipHop technisch schon lange nichts mehr wirklich gefallen hat (Huss&Hodn bilden die Ausnahme). Außerdem hatte ich vorher noch nichts von Tua gehört. Zum Album kann ich eigentlich nur eins sagen: fan_tas_tisch! Ich will mit den Lobhudeleien jetzt nicht allzu ausufernd werden, aber ich würde das Album auf eine Ebene mit "Gefährliches Halbwissen" und "Bambule" stellen. Quasi ein 2009 Update von HipHop. Viel elektronisches ist dabei, was mir zur Zeit sehr gelegen kommt. Was auf dem Album passiert, ist nichts anderes als brilliant und zumindest ICH habe derartiges bis jetzt noch nicht im Format HipHop verpackt gehört. Es gibt noch viele andere Worte, die das Album beschreiben könnten: Meilenstein und (R)Evolution sind nur einige davon. Herr Merkt gibt übrigens auch 6 von 6 Punkten:
Nicht zuletzt die Tatsache, dass Tua selbst für alle Produktionen verantwortlich zeichnet, trägt dazu bei, dass "Grau" ein in sich stimmiges Meisterwerk darstellt, bei dem alles genau dort sitzt, wo es hingehört. So liefert der Reutlinger in Form von "Grau" einen zeitlosen Klassiker ab, dessen wahre Größe und Relevanz für die musikalische Emanzipation HipHops deutscher Machart erst mit einer gewissen Distanz zur Veröffentlichung offensichtlich wird. Selten hat der deutsche HipHop eine derart musikalische Produktion erlebt, die verschiedenste musikalische Einflüsse derart souverän assimiliert und gekonnt in ein homogenes Gesamtwerk integriert, welches in einer gerechten Welt weit über die HipHop-Szene hinaus für Aufruhr sorgen würde. Ein Meilenstein deutschsprachiger Musik!
Also, jeder der nur ein wenig was für HipHop übrig hat, sollte sich das Album auf jeden Fall zu legen.

Review: Seven Pounds

Wenn ich ehrlich bin, hat mir Will Smith sehr schöne Filmmomente geschenkt. Ich erinnere da nur mal an den ersten und besten großen Film von Michael Bay Bad Boys. Auch wenn's "nur" ein Actionfilm ist, macht er alles richtig und zeigte genau die richtige Mischung aus Witz, Action und Ästhetik (Bay you lost your Mojo...). Den ersten Men in Black fand ich witzig und Robert Redford's The Legend of Bagger Vance wußte ebenfalls zu gefallen. Bei Hitch amüsierte ich mich köstlich. Last but not least die erste Amieserie die ich wirklich verfolgt habe: Fresh Prince of Bel-Air. Was Smith in letzter Zeit abgeliefert hat, war aber höchstens noch Mittelmaß. Einmal versauten schlechte CGIs und ein fragwürdiger Schluss den gesamten FIlm (I Am Legend) und ein anderes Mal war schon nach der Hälfte die Luft raus (Hancock). Auch mit dem übetrieben gefühlsdusseligen The Pursuit of Happiness konnte ich nichts anfangen. Ich bin also mit sehr gemischten Gefühlen in Seven Pounds gegangen. Ich hatte keine großen Erwartungen. Da ich überall gehört hatte man solle sich am besten garnichts über den Film durchlesen, hatte ich überhaupt keine Ahnung um was es gehen sollte. Gut so! Denn was man in gut 2 Stunden gezeigt bekommt, ist vielleicht das Beste was Smith je abgeliefert hat. <<<Achtung ab hier wird viel über den Film verraten>>> Zur Story:
Ben Thomas (Will Smith) ist an einem Wendepunkt angelangt und versucht, seinem Leben wieder einen Sinn zu geben. Deshalb hat er einen Plan ersonnen und sieben Fremde ausgewählt, um ihnen Hoffnung zu schenken. Alle benötigen dringend Hilfe - finanziell, spirituell oder medizinisch. So auch Herzpatientin Emily Posa (Rosario Dawson). Kaum widmet sich Ben ihr, entdeckt er unerwartet die Liebe neu. Denn Emily durchbricht seine aufgebauten Barrieren.

(von Kino.de)

Was sich hier so linear, strukturiert und leicht verständlich anhört, wird im Film raffiniert erzählt. So beginnt der Film damit, dass wir sehen wie Smith aka Thomas seinen eigenen Selbstmord via Telefon an den Notruf meldet. Der gebrochene Thomas wird aber schnell wieder vergessen, denn in einer der folgenden Szenen wird uns Thomas als absolutes Arschloch vorgeführt. In dieser Szene macht sich Thomas, in einer der gemeinsten und gleichzeitig berührendsten Szenen der letzten Jahre (!), über den blinden Ezra lustig. Ezra, der insgesamt nur an drei Stellen des Films auftauscht, wird durch Woody Harrelson verkörpert (Achtung: Ich gebe schon jetzt den Tipp ab, dass Harrelson mindestens für einen Oscar, bester männlicher Nebendarsteller, nominiert wird, wenn er ihn nicht mit nach Hause nimmt!). Der blinde Ezra wird von Thomas aufs Äußerte am Telefon gereizt und verletzt. Ezra ist einer dieser Charaktere, die einem lange im Kopf hängen bleiben, obwohl man sie eben erst kennengelernt hat. Und das auch nur sehr kurz. Es ist dem genialen Spiel von Harrelson zu verdanken, dass man, trotz geringer Spieldauer auf der Leinwand, glaubt Ezra in vielen Facetten kennengelernt zu haben und eine Beziehung zu ihm aufbaut.

Doch weiter im Kontext: Episodisch und zunächst ohne erkennbaren Zusammenhang führt uns Smith durch die Story. Dabei lernt man viele Gesichter von Thomas kennen. Orientierung fällt schwer. Macht aber gleichzeitig den Film ungemein spannend. Dabei wurde - zum Glück - nicht das ausgelutschte Prinzip vom plötzlichen Twist, der alles umkrempelt benutzt, sondern man erfährt langsam, nach und nach mit der Entwicklung der Story die Motive für das Handeln von Thomas.

Die Love-Story (?) zwischen Thomas und Emily ist - im wahrsten Sinne - herzzerreißend. Ich behaupte mal, dass man in dem Film das ehrlichste "I love you" der Filmgeschichte zu hören bekommt. Auch wenn einige Fragen der Interpretation überlassen werden, was auch gut so ist.

Der Film beschäftigt sich mit großen Themen (Zwischenmenschlichkeit, Güte, Schicksal). Ich habe lange keinen Film mehr gesehen der so eindringlich und perfekt inszeniert wurde.

Review: Transporter 3

Manchmal frage ich mich, warum ich immer wieder den gleichen Fehler mache. Einer dieser Fehler ist, Geld auszugeben für Filme bei denen ich schon vorher wußte, dass sie eigentlich nur schlecht sein können. Bei Transporter 3 bin ich mal wieder schwach geworden. Einzig und allein nur wegen Statham. Ich mag Statham seit ich ihn in Snatch gesehen hab. Auch der erste Teil der Transporter-Serie war echt cool (ich erinnere nur mal ganz nebenbei an die Fightszene im Öl). Der erste Teil war also cool. Der zweite Teil ging so und nun der dritte Teil. In meinen Augen bietet dieser Teil außer schlecht gemachten Actionszenen, schlechter Story und einer äußerst lästigen weiblichen Hauptdarstellerin absolut garnichts. Außer, ja, außer vielleicht 90 Minuten Dauerwerbesendung für Audi. Ich bin keiner, der sich bei einem soliden Actionstreifen über die dünne Story beschwert, denn das eine ist ja schon fast durch das andere ausgeschlossen (Ausnahmen bestätigen die Regel). Deshalb beschwere ich mich auch garnicht bei Transporter 3 über die nicht vorhandene dünne Story. Aber warum zum Teufel spielen gefühlte 80 % des Films in (IN !) einem Audi? Wohlgemerkt Kameraansicht im (IM !) Auto. Dort ist man dann auf engstem Raum mit Statham und dieser äußerst unsympathischen Partynudel, die sich den ganzen Film lang nur betrinkt und versucht dabei verführerisch auszusehen (nein, natürlich gelingt ihr das nicht), eingesperrt. Bei mir wurden jedenfalls klaustrophobische Erinnerungen an The Descent geweckt, als die Darsteller durch den engen Tunnel kriechen. Ja, das ist Horror pur! Als ob das noch nicht reicht labert diese rothaarige Nervensäge auch noch die gesamte Zeit irgendwelchen Bullshit, der wirklich niemanden interessiert. Ich könnte das alles noch ertragen, wie gesagt, wenn ordentliche Aktion geboten wird. Wie man sich schon denken kann auch hier Fehlanzeige. Für mich wirken die Verfolgungsjagden in Transporter 3 billig, uninteressant und teilweise sogar lächerlich. Dieser Effekt, dem sich anscheinend über weite Strecken des Films bedient wurde, eine Szene mit 120 % Geschwindigkeit ablaufen zu lassen, wirkt einfach nicht. Schon garnicht verstärkt bzw. intensivierter er irgendwas. Fazit: Spart euch die Kohle. Behaltet den ersten Teil in guter Erinnerung und freut euch auf einen evtl. guten Crank 2.

Max Payne

ist in den US of A angelaufen und spaltet die Reviewer. Bei Hollywoodyesterday wird von einem der besten Filme des Jahres gesprochen, während er in anderen Reviews eher runter geputzt wird.

Quantum of Solace – Review

Die Review der BBC klingt garnicht mal soo schlecht.

Review: Hellboy II: The Golden Army

Ich habe mir den zweiten Teil von Hellboy angesehen. Hier nochmal der Trailer, der Euren Appetit anregen soll: Mein Senf nach dem Click...(Spoiler!) Als mächtig großer Fan des ersten Teil (ich halten ihn für einen der besten Comicverfilmungen so far), war ich natürlich sehr gespannt auf Guillermo del Toro's zweiten Streich. Sein Pan's Labyrinth war ja ebenfalls überdurchschnittlich gut und hat mir die Zeit auf Hellboy II angenehm verkürzt. So bin ich also mit sehr großen Erwartungen in Hellboy's zweites Kinoabenteuer gegangen und - um's schon mal vorab zu sagen - wurde nicht enttäuscht. Da wäre zum einen die unverwechselbare Optik Del Toro's, welcher sich langsam aber sicher sein eigenes Universum zu schaffen scheint. Die Figuren, ob CGI oder einfach nur Maske wie im Fall von Hellboy, wirken so echt und eben nicht nach Hollywood-Einheitsbrei, dass es dem Comicfan das Herz höher schlagen läßt. Einige Charaktere sind klar Del Toro's anderen Filmen entliehen bzw. zeigen starke Referenzen zu diesen. Wenn man ganz böse ist, könnte man sagen, dass er einfach in Pan's Labyrinth abgeguckt hat. Ich meine: Es sind Hommagen an vorhergehende Charaktere. Man kann hier einige Beispiele nennen: Die "Allesfresser" sehen ein bisschen nach den Elfen in Pan's Labyrinth aus, genauso wie der Torwächter, welcher Prince Nuada zunächst den Eintritt verwehrt an einen Charakter aus Pan's Labyrinth erinnert (unszwar an dem, der die Augen in seinen Händen hat). Einfallslosigkeit? Keineswegs! Seit Mos Eisley hat man nicht mehr so viele putzige, kautzige, abwechslungsreiche Figuren gesehen wie auf dem Troll Market :) Die ganze Szene in und um den Troll Market macht einfach nur Spass! Man sieht sogar die echten Elfen aus Pan's Labyrinth rumschwirren ;) Ron Perlman in Gestalt des Hellboy ist natürlich das i-Tüpfelchen. Selten (außer vielleicht in Hellboy I) hat eine Comicfigur auf der der großen Leihnwand so viel Ironie, Witz und Sarkasmus mitgebracht. Ein zweites Mal absolut überzeugend. Perlman scheint wie geboren für die Rolle zu sein. Außerdem macht es riesen Laune Abe Sapien zu zu schauen und auch Selma Blair in der Rolle der Liz Scherman macht ihre Sache solide. Einzig die Königskinder Prince Nuada und Princess Nuala waren mir nicht abgefahren genug. Gut, der Prinz zeigt in einigen Einstellungen, dass er mit dem Schwert umgehen kann wie kaum ein Zweiter. Hellboy hat aber in Sachen Coolnessfaktor ganz klar die Nase vorn. Da gefielen mir Grigori Rasputin und Karl Ruprecht Kroenen deutlich besser als das Prinzenpärchen. Die Story ist relativ gradlinig aber nicht langweilig. Del Toro scheint sich im 2.Teil eher auf die Charakterentwicklung bzw. die Charakterzeichnung konzentriert zu haben. So wird die Beziehung zwischen Hellboy und Liz ziemlich ausführlich thematisiert. Die beiden werden ausführlich dabei observiert  wie sie versuchen "eine normale Beziehung" zu führen ;) Das ist meistens lustig und teilweise auch einfühlsam. Zu guter Letzt noch ein paar Worte zum Beginn des Films: Dieser wird visuell sehr erfrischend umgesetzt (hat man lange nicht gesehen; will nicht zu viel verraten :) ) und verdient deshalb ein Extralob ;) Insgesamt ein würdiger Nachfolger, welcher die Schienen für den dritten Teil deutlich legt. Kleine Schwächen in der Story, dafür großartige Ausstattung, Dialoge und (schon wieder) nicht übertrieben eingesetzte CGI's. Ganz klare Empfehlung für alle Comicfans und Fans des ersten Teils!

Comic Con 2008 Review day 1 – 3

Mahalo Daily sums up Day 1 to 3 of the Comic Con 2008! Day 1: Day 2: Day 3:

Games: Metin2

Ja, ja - das schöne Wetter ist vorbei und wir sagen "Hallo" zum Herbst oder auch Tschüss mit Ö zum Sommer. Es ist Zeit sich den wirklich wesentlichen Dingen zu widmen, z.B. Computerspielen um über die kalte Jahreszeit zu kommen. Mein erster Tipp diesbezüglich ist Metin2. Ein MMORPG im Stil von Diablo 2 oder Sacred. Das beste aber an Metin2 ist: keine monatlichen Kosten und kostenloser Download! Bis jetzt habe ich noch keinen Haken entdeckt :) In der Kurzbeschreibung zu Metin2 heißt es: "Metin2 versetzt Dich in eine fernöstliche Fantasywelt. Werde ein Meister der Kampfkunst und kämpfe als Verbündeter des Drachengotts gegen den dunklen Einfluss des Metin-Steins, der das Land vergiftet. Kämpfe in wilden Schlachten für eines der drei Reiche um Gebiet und Besitztümer oder vereinige sie und werde der alleinige Herrscher. Dein Schicksal liegt in Deiner Hand!" Also: downloaden, installieren, loszocken :)